Arbeiten mit dem Hund

Dummyarbeit

Dummyarbeit ist imitierte Jagdarbeit, sie deckt den Jagdtrieb eines Hundes ab, steht aber jederzeit unter der Kontrolle des Halters. Apportieren beschränkt sich nicht darauf, geworfene Gegenstände – die Beute – zum Halter zurückzubringen. Auch das Schicken des Hundes auf einer gedachten Gerade beispielsweise durch das Signal „Voran!“ auf eine für den Hund kaum oder gar nicht sichtbare Beute gehört dazu oder das selbständige Suchen einer zuvor ausgelegten Beute, wobei der Halter durch Richtungsangaben Hilfestellung geben kann. Der Apport endet immer, indem der Hund die Beute dem Halter in die Hand bringt.

 

Seit dem Frühjahr 2011 gibt es Dummyprüfungen des Bundesverbands der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV), womit der Zugang zu diesem Hundesport für alle Hunderassen und für Mischlinge geöffnet wurde. Wir arbeiten in unseren Dummykursen auf diese Prüfung hin – ob sie im Anschluss absolviert wird oder nicht, ist jedem Team selbst überlassen.

Mantrailing

Unglaublich ist die Erkenntnis, zu welchen Riechleistungen und Kombinationen ein Hund fähig ist. Jeder Trail ist anders. Gegebenheiten wie Wind, Wärme, Ort und Zeit verändern es jedes Mal. Und das macht es dann auch für uns Menschen so abwechslungsreich. Beim Trailen muss der Mensch seinem Hund vertrauen. Eine neue Arbeitseinteilung. Das spürt unser Hund. Bei der Personensuche wird dem Hund ein Geruchsstoff vorgegeben und er darf, muss und will unter allen anderen Gerüchen nur die Spur dieser einen Person filtern, verfolgen und anzeigen. Die Belohnung besteht zum großen Teil aus der geleisteten Arbeit selbst. Wie bei jeder Arbeit, die dem Hund so nahe ist, lieben sie es ihren Teil zu einer Leistung beizutragen. Aber Futter, Freude oder Spiel ist am Ende immer für unseren Hund dabei. Das Grundlagenseminar vermittelt hierzu Theorie und Praxis. Mit diesem Wissen ausgestattet, ist eine Teilnahme an den laufenden Mantrailerkursen möglich.

Kreisarbeit

Achten Sie einmal auf das natürliche Bewegungsverhalten Ihres Hundes: er spielt im Kreis, er jagt im Kreis, er baut Stress ab, indem er im Kreis rennt, und auch vieles in der freien Bewegungsfolge beginnt kreisend. Warum das so ist, wissen wir nicht wirklich, aber wir nutzen es im Kreistraining.

Hinzu kommt die Tatsache, dass sein Hundehalter in einem Kreis steht, den der Hund grundsätzlich nicht betreten darf – das klärt die Rangordnung oft völlig neu. Darauf aufbauend wird nun eine neue Kommunikationsebene eingeführt: Mensch und Hund lernen, auch auf Distanz miteinander zu arbeiten und aufeinander zu reagieren.

Schon bei den Anfangsübungen, wenn der Hund (außerhalb des Kreises) neben seinem Halter (im Kreis) herläuft wird deutlich, dass er sich besonders auf seinen Halter konzentriert, sich an ihm orientiert. Das wird nach und nach ausgebaut bis der Halter irgendwann in der Kreismitte steht und den Hund nur noch zu schicken braucht. Über die geschaffene Tabuzone „Innenkreis“ hat der Halter nun die Möglichkeit, Problemverhalten wie Aggressivität gegenüber anderen Hunden, Hasenjagd, oder Angstkonfrontationen zu bearbeiten. Auf einer neuen Ebene findet somit Verständigung, Erziehung, Ausbildung und Bindung statt – das Ziel der Kreisarbeit.

Nasenarbeit

Nasenarbeit beinhaltet Schnüffelaufgaben. Die Konzentration des Hundes wird enorm gefördert. Er lernt, seine Aufmerksamkeit auf das gemeinsame Vorhaben zu fokussieren und setzt seine Energie gezielt ein. Dadurch entwickelt er mehr Ruhe und Kooperationsbereitschaft gegenüber seinem Menschen. Die gemeinsame Arbeit fördert die Teambildung von Mensch und Hund. Der Kurs stärkt aber nicht nur die Bindung zwischen Hund und Halter, sondern lastet ihn zusätzlich artgerecht aus. Spaß und Abwechslung kommen hier nicht zu kurz.

DuMa - Dummy und Mantrailing

Wir mischen! Wir vereinen hier beide Arbeitsrichtungen und kreieren neue Aufgabengebiete. Suchen, das Einsetzen der Nase, Konzentration und erfolgreiches Arbeiten der Hunde sowie die exakten Anweisungen des Menschen haben beide Trainingsrichtungen gemeinsam.